Historische Persönlichkeiten
Dr. Ludolf Colditz (1847-1909)
*31.12.1847 Naunhof
◊17.06.1909 Leipzig
Jurist, Justizrat, Direktor der Leipziger Immobiliengesellschaft, unter seiner Leitung erschloss der Lausigker Bauverein das Kurviertel als Baugebiet
Umbenennung der Oberen Parkstraße in „Ludolf-Colditz-Straße“ am 6.6.1919 in Würdigung seiner Verdienste als Gründer und Förderer des Lausicker Bauvereins.
Dr. Willrath Dreesen (1878-1950)
* 15.05.1878 Norden
◊ 14.08.1950 Langeoog
Dr. Willrath Dreesen wurde am 14.05.1878 in Norden (Ostfriesland) als Sohn eines Kolonialwarenhändlers geboren. Nach Gymnasium und Studium an verschiedenen Orten promovierte er 1905 mit einer Arbeit über Theodor Storm zum Doktor der Philosophie. Ab 1913 hatte er die Stelle eines Lektors für Sprachkunst und Ästhetik an der Universität Frankfurt inne. Von 1919 bis 1924 war er als Redakteur und Mitglied der Geschäftsleitung im Leipziger Reclam-Verlag tätig.
Dr. Dreesen wurde 1930 Kurdirektor im Moorbad Lausick und war nach der Enteignung deren Besitzer noch von 1946 bis zu seiner Pensionierung 1948 vom Land Sachsen als Treuhänder eingesetzt.
Gottlieb Friedrich Herrmann (1771-1847)
* 16. Juni 1771
◊ 22. Mai 1947
Sohn des Zeugmachers Friedrich Christian Herrmann
Lehrzeit in der Werkstatt des Vaters, 1789 Geselle 1795 Meister- und Bürgerrecht
Herrmann besaß in der heutigen Stadthausstraße 8 etwa 12 Webstühle, beschäftigte außerdem Hausweber
1815 Berufung zum Amtsrichter, übernimmt als Schützenhauptmann die Führung der Privilegierten Schützengilde
1816/1817 Obermeister der Innung
1820 Entdeckung des Heilwassers
Juni 1821 Einweihung Herrmannsbad
1832 Major der Privilegierten Schützengilde
1834 Ehrenmitglied der Privilegierten Schützengilde, Später Ehrenbürger
Herrmann bietet ab 24. Januar 1835 Braunkohlengrube und Bad zum Kauf an, gelingt jedoch erst 1841
Dr. Alfred Schützhold (1869-1952)
*13.10.1869
◊31.05.1952
Von 1899 bis 1900 Assistent von Dr. Schumann, Badearzt von 1901 bis 1920.
Außerdem war Schützhold praktischer Arzt und Geburtshelfer; Armen- und Krankenhausarzt; Schularzt; Eisenbahnarzt; Kompaniearzt der Freiwilligen Feuerwehr und Ärztlicher Leiter der Freiwilligen Sanitätskolonne.
Wegen seiner ärztlichen und sozialen Verdienste am 13.10.1949 zum Ehrenbürger ernannt.
Widmung 1990 „Dr.-Schützhold-Platz“
Gustav Tschech-Löffler (1912-1986)
* 1912
◊1986
Freischaffender Bildhauer, 1945 Übersiedlung nach Bad Lausick
Studium an der Akademie für bildende Künste in Prag, anschließend Lehr- und Berufstätigkeit in Teplitz und Brüx.
1945 Übersiedlung nach Bad Lausick; Freischaffender Bildhauer, Mitglied im Verband Bildender Künstler.
Tschech-Löffler beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen. Auch auf der Weltausstellung 1936 in Paris wurde ein Werk von ihm gezeigt
Friedrich Heinrich Wilhelm von Zollikofer (1737-1798)
* 12. Februar 1737 Lausigk
◊18. November 1798 Potsdam
Preußischer Generalmajor
Er entstammte der sächsischen Nebenlinie des Schweizer Geschlechts Zollikofer von Altenklingen. Sein Vater war der königlich-polnische und kursächsische Hauptmann der Garde zu Fuß Friedrich Wilhelm von Zollikofer (* 17. Mai 1699; † 4. Juni 1745, gefallen bei Hohenfriedberg) und dessen Ehefrau Charlotte Henriette, geborene von Netz (* 18. August 1704; † 3. Mai 1767) aus dem Haus Weigelsdorf. Sein Bruder Christian Wilhelm war am 18. Juni 1757 als Junker des Infanterieregiments „von Wied“ bei Kolin gefallen.
Militärkarriere
Zollikofer kam 1752 in das kursächsische Kadettenkorps in Dresden. Am 22. Februar 1754 wurde er als Kornett in das Leibkürassier-Regiment der sächsischen Armee versetzt. Während des Siebenjährigen Krieges kämpfte er bei der Belagerung Pirnas. Nach der Kapitulation der sächsischen Armee nahm er am 23. Oktober 1756 seinen Abschied, ging am 6. November 1756 in preußische Dienste und kam als Kornett in das Regiment der Gardes du Corps mit Patent vom 3. November 1756. Zollikofer kämpfte in den Schlachten bei Prag, Roßbach, Leuthen, Zorndorf, Liegnitz, Torgau, Burkersdorf und Hochkirch. Am 26. Mai 1762 wurde er zum Leutnant befördert.
Nach dem Krieg wurde er am 7. September 1776 Stabshauptmann. Am 23. Oktober 1778 wurde er Rittmeister sowie Kompaniechef und nahm als solcher 1778/1779 am Bayerischen Erbfolgekrieg teil. Am 27. September 1785 wurde er Major mit Patent vom 28. September 1785, am 20. Mai 1792 Oberstleutnant mit Patent vom 15. Juni 1792. Am 1. Januar 1794 Oberst mit Patent vom 29. Januar 1794 und am 7. Januar 1795 Regimentskommandeur. Am 1. Oktober 1798 erhielt er wegen schwerer Erkrankung seine Demission und dazu eine Pension von 1200 Talern, den Charakter als Generalmajor sowie die Erlaubnis, weiter die Uniform des Regiments zu tragen. Er starb am 18. November 1798 in Potsdam und wurde am 21. November 1798 beigesetzt.
(Quelle: www.wikipedia.de)
Karl Friedrich August Fritzsche (1801-1846)
*16. Dezember 1801 Steinbach (jetzt Bad Lausick)
◊06. Dezember 1846 Gießen
Deutscher protestantischer Theologe
Sein Vater Christian Friedrich Fritzsche war in Steinbach bei Borna Pfarrer. Nach dem Besuch der Thomasschule Leipzig von 1814 bis 1820 studierte Fritzsche ab 1820 an der Universität Leipzig Theologie. Er erwarb 1823 den Titel eines Magisters und wurde zum Dr. phil. promoviert.
1826 konnte sich Fritzsche als Prof. für Theologie an der Universität Rostock habilitieren. Er wendete die grammatischen und philologischen Methoden seines Lehrers, des Philologen Johann Gottfried Hermann auf das Neue Testament an. Zusammen mit seinem Bruder Otto Fridolin und seinem Vater gab er die Fritzschiorum opuscula academica (1838) heraus. Von 1841 bis 1846 wirkte Fritzsche als o. Prof. für Theologie an derUniversität Gießen.
Franz von Fleischer (1801-1878)
*27. November 1801 Lausigk
◊24. August 1878 Hohenheim
Sächsischer Botaniker
Fleischer widmete sich der Pharmazie, machte 1825 eine botanische Reise in die Alpen Tirols und des angrenzenden Oberitalien und gab die auf dieser Reise gesammelten seltenen Pflanzen heraus. Er hatte über 400 Arten von Höheren Pflanzen und 200 Arten von Moosen und Flechten gesammelt, insgesamt mehr als 15 000 Exemplare.
Der Erfolg dieser Reise wurde Veranlassung zur Gründung des Naturhistorischen Reisevereins in Esslingen am Neckar, für welchen Fleischer 1826 und 1827 nach der Levante ging. Von 1828 bis 1832 studierte er an der Universität Tübingen Medizin und Naturwissenschaften, war dann bis 1834 Arzt und Lehrer an dem Fellenbergschen Institut in Hofwil, bis 1840 Professor der Naturwissenschaft an der Kantonsschule Aarau, darauf an der Landwirtschaftlichen Akademie Hohenheim, wo er seit 1874 nur Botanik lehrte. Eine zu seiner Dissertation 1832 Über die Riedgräser Württembergs gehörende Sammlung von Riesdgräsern (Carex) findet sich im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart.
(Quelle: www.wikipedia.de)
Gottlieb Friedrich Heinrich Küchenmeister (1821-1890)
*22. Januar 1821 Buchheim (jetzt Bad Lausick)
◊13. April 1890 Dresden
Deutscher Mediziner
Küchenmeister wurde 1821 als Sohn eines Pfarrers geboren. Den ersten Unterricht erhielt Küchenmeister durch einen Hauslehrer. Ab 1835 (im Alter von 14 Jahren) besuchte er dann 4½ Jahre lang die Kreuzschule in Dresden. Sein Vater hätte ihn gerne auch als Pfarrer gesehen, doch Küchenmeister fühlte sich nicht zum Theologen berufen und absolvierte nach seinem Schulabschluss zu Ostern 1840 zunächst bei Otto Linné Erdmann eine Famulatur, bevor er in Leipzig ein Medizinstudium aufnahm. 1842 bestand er sein Baccalaureatsexamen und im Jahre 1845 das Rigorosum. 1846 wurde er zum Doktor der Medizin promoviert. Bereits seit 1844 absolvierte Küchenmeister neben seinem Studium eine Famulatur bei Carl Haubold (1796–1862), dem Vorstand der homöopathischen Klinik in Leipzig, und wirkte zunächst als Homöopath in Leipzig.
Doch schon Anfang 1846 nahm er – unzufrieden mit der Homöopathie – erneut ein Medizinstudium in Prag auf, wo er u. a. Student bei Johann Oppolzer, Franz von Pitha, Ferdinand von Arlt und Joseph Hasner von Artha war. Im Juli 1848 ließ er sich als Arzt in Zittau nieder. Im Herbst desselben Jahres heiratete er die Kaufmannstochter Klara Kämmel. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahre 1873 ging er einige Jahre später eine zweite Ehe mit Hedwig Rebsch-Schöppenthau ein.
1856 zog er nach Dresden. Ab 1859 war er am Stadtkrankenhaus Friedrichstadt tätig. Er forschte über Bandwürmer, Trichinen und andere Parasiten und verfasste darüber etliche Fachwerke; außerdem gab er die Allgemeine Zeitschrift für Epidemiologie heraus. 1852 erregte seine Theorie, Blasenwürmer seien Bandwürmer im Jugendzustand, Aufmerksamkeit in Fachkreisen. Im Jahr 1856 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.
(Quelle: www.wikipedia.de)
Karte
Organisationseinheiten
| Kur- und Stadtmuseum | |
| Straße der Einheit 19 04651 Bad Lausick | |

