Steinbach
Steinbach fand erstmals 1168 Erwähnung in Verbindung mit einer Wasserburg und dem darauf aufbauenden Rittergut. Der Jordanbach prägte entscheidend die Siedlungsanlage. Rittergut, Kirche und Dorf entwickelten sich als Gassen- und Zeilengruppendorf. In katholischen Zeiten gehörte Steinbach zum Bistum Merseburg. 1445 war ein Rittersitz mit zwei Vorwerken verzeichnet und 1540 wird Hans von Holleuffer als Besitzer genannt. Später folgen die Familien von Weißbach, aus dem Winckel und 1608 Hans Georg von Zehmen. Er heiratete 1614 Anna Margarethe von Kitzscher. Der Dreißigjährige Krieg brachte Hans Georg v.Z. viele Drangsale und Plünderungen. Über zwanzigmal musste er von Habe und Gütern fliehen. Er hatte 17 Kinder. Die beiden letzten zehmischen Besitzer von Rittergut Steinbach waren 1668 Sigismund v.Z. bzw. 1690 seine Tochter Magdalene v. Kötteritz, geb. v. Zehmen. Ihr Gemahl war der Domherr zu Merseburg bzw. Kurf. Geheime Rat und Vizekanzler Wolff Siegfried von Kötteritz. Um 1715 ließ er das Schloss erbauen und 1717 entstand der Kirchenneubau anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Reformation. Unter seinem Patronat ließ er auf eigene Kosten die Kirche in ihrer heutigen barocken Gestalt entstehen.Weitere Besitzer des Ritterguts waren 1719 Christoph Friedrich von Pflugk (als Kirchenpatron veranlasste er die Anbringung der fein gestalteten Stuckdecke in der Kirche), 1754 die Familie Baumann und 1891 bis zur Enteignung 1945 Alexander Pagenstecher († 1928) und seine Erben. Das Schloss diente nach 1945 als Schule, später auch als Gemeindeamt.
Sonstiges
- Spielplatz Steinbach, Lauterbacher Straße, 04651 Bad Lausick (OT Steinbach)

- Sportplatz Steinbach, Am Sportplatz 6, 04651 Bad Lausick

- Freiwillige Feuerwehr Steinbach, Kirchgasse 10, 04651 Bad Lausick (OT Steinbach)


